Am ersten Tag des Jahres wird in Garmisch-Partenkirchen Ski gesprungen, das ist üblicherweise nachmittags.
Wenn der Sieger feststeht, bleibt also noch genug Zeit, sich frisch zu machen, und ins Kabarett Niedermair zu düsen, wo jedes Jahr das offizielle Neujahrskonzert stattfindet: Christoph & Lollo sitzen bzw. stehen ausgeschlafen und gut gelaunt auf der Bühne und spielen den ersten Gig des Jahres.
Es handelt sich üblicherweise um einen der besten Auftritte, die das junge Jahr bis dahin gesehen hat, und meistens wird auch über Skispringer gesungen. Danach geht’s dann meistens abwärts.
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Ein Regierungsprogramm von seiner Severinität in Groebner Verfassung
Es soll da bloß keiner auf blöde Ideen kommen. Der kleine Mann auf der Straße, das ist immer noch ein Mensch wie Du und ich. Fragen wir ihn also, den kleinen Mann.
Erste Frage: warum ist der kleine Mann eigentlich immer auf der Straße? Hat er kein zu Hause? Und wie klein ist er genau? Und strebt das Volk immer nach Größe, weil es aus lauter kleinen Männern besteht?
Und das Volk? Was will es? Weiß es überhaupt, was es will? Oder was es ist? Und was sagt man ihm? Dem Volk? Natürlich eines: Folgt’s!
Denn es gibt einen, der weiß das alles. Schließlich ist das Volk der Severin! Oder Souverän? Egal, Hauptsache Rufzeichen!!!
Das wird eine volkenreiche Begegnung. Mit volkigen Begründungen. Hier bleibt nichts volkenlos. Volk-asko verunsichert sozusagen. Hier kommt ein Autokrat zum Knutschen. Einer bei dem die Willkür vor der Pflicht kommt.
Eben einer wie Du und ich.
Ein Regierungsprogramm von seiner Severinität in Groebner Verfassung
Es soll da bloß keiner auf blöde Ideen kommen. Der kleine Mann auf der Straße, das ist immer noch ein Mensch wie Du und ich. Fragen wir ihn also, den kleinen Mann.
Erste Frage: warum ist der kleine Mann eigentlich immer auf der Straße? Hat er kein zu Hause? Und wie klein ist er genau? Und strebt das Volk immer nach Größe, weil es aus lauter kleinen Männern besteht?
Und das Volk? Was will es? Weiß es überhaupt, was es will? Oder was es ist? Und was sagt man ihm? Dem Volk? Natürlich eines: Folgt’s!
Denn es gibt einen, der weiß das alles. Schließlich ist das Volk der Severin! Oder Souverän? Egal, Hauptsache Rufzeichen!!!
Das wird eine volkenreiche Begegnung. Mit volkigen Begründungen. Hier bleibt nichts volkenlos. Volk-asko verunsichert sozusagen. Hier kommt ein Autokrat zum Knutschen. Einer bei dem die Willkür vor der Pflicht kommt.
Eben einer wie Du und ich.
Mich beschäftigt die Frage, ob es denn auch gefühltes Fühlen gibt. Und dann natürlich, wenn es gefühltes Fühlen tatsächlich gibt, ob sich das beliebig weiter fortführen läßt; also, man fühlt zwar nicht, aber es fühlt sich so an, als fühlte man. Wenn das geht, muß man so wirklich, richtig und in echt fühlen, daß man fühlt, oder genügt es, wenn man das - sozusagen in zweiter Ableitung - auch nur fühlt? Ich nehme aber an, daß diese Frage wirklich nur mich beschäftigt, deshalb werde ich in diesem Programm eher andere Sachen besprechen.
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Mich beschäftigt die Frage, ob es denn auch gefühltes Fühlen gibt. Und dann natürlich, wenn es gefühltes Fühlen tatsächlich gibt, ob sich das beliebig weiter fortführen läßt; also, man fühlt zwar nicht, aber es fühlt sich so an, als fühlte man. Wenn das geht, muß man so wirklich, richtig und in echt fühlen, daß man fühlt, oder genügt es, wenn man das - sozusagen in zweiter Ableitung - auch nur fühlt? Ich nehme aber an, daß diese Frage wirklich nur mich beschäftigt, deshalb werde ich in diesem Programm eher andere Sachen besprechen.
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Ein in die Jahre gekommenes Tankstellen-Bistro am tiefsten Punkt Österreichs, dem Mariannengraben. 113 Meter über dem Meeresspiegel wandert, neben diversen Getränken, das Weltgeschehen über den klebrigen Tresen: Misslungene Grillabende, die Unfähigkeit aus einer EU-genormten Buttermilchpackung zu trinken, hardcore Liebeskummer und die ewige Treue zum Verbrenner im Autoland Österreich.
Angetrieben von Melange und Marillenschnaps ist man bald bei den ganz großen Begriffen angelangt: bei Freiheit, Verantwortung und Gerechtigkeit. Bei Macht, Status und seinen Symbolen. Zu später Stunde scheinen sich die verhärteten Fronten keinen Millimeter mehr zu bewegen – nur das Sturmtief Herta nimmt zügig Fahrt auf die Tankstelle auf. Und während der Wasserspiegel steigt, beginnen auch im Mariannengraben die eben noch klar gezogenen Linien zu verschwimmen.
Zwischen düsterem Schmäh und existenzieller Dringlichkeit schlittert Maria Muhar durch eine aberwitzige Reflexion über eine Zeit, die kaum mehr zu fassen ist. Es sei denn, man packt am tiefsten Punkt an.
PRESSESTIMMEN:
Bildgewaltig wie ein Kinofilm
Ö1
Maria Muhar ist grandios in „Mariannengraben“ – ein sorgfältig komponierter Abend.
Kleine Zeitung
„Mariannengraben” blickt tief in die Risse der Zeit, die die Schuld von einem zum Nächsten schiebt und dabei jede Vision begräbt. Für Maria Muhar ist es ein weiterer Höhenflug.
Die Presse
Das Schöne: Alle kriegen ihr Fett ab.
Falter
Maria Muhar ist kompromisslos und lustig. Mit „Mariannengraben“ ist ihr eine neue österreichische Tragikomödie gelungen. Bitte sofort verfilmen!
Kulturblogger
Das neue Soloprogramm des überregional bekannten People Pleasers!
Vor 100 Jahren ist der erste Heilige Puntigam gestorben. Höchste Zeit für einen neuen! Und Martin Puntigam, kabarettistischer High-Potential, First Mover und einer der frommsten Atheisten des Landes, ist bereit, das Kreuz auf sich zu nehmen. Für uns alle.
Denn heilig wird man nicht einfach so. Da muss vieles passen. Da reicht es nicht, wenn man wen kennt im Ministerium oder im Ordinariat. Oder weiß, wo man immer einen Parkplatz findet. Auch am Sonntagabend!
Aber Sie können helfen: indem Sie sein neues Super-Solo besuchen, am besten mehrmals und in Begleitung. Das ist am einfachsten. Und nicht nur für ihn, sondern vor allem zu ihm beten, wenn Gram und Schmerz Sie drücken. Denn um heiliggesprochen zu werden, muss man mindestens ein Wunder nachweisen! (Was an sich schon ein Wunder wäre, gelänge sowas! ;-))
Also helfen Sie mit, rufen Sie ihn an in Ihren dunklen Stunden, erflehen Sie Heilung durch ihn von Siechtum und Pein! Damit es möglichst bald heißt: "Santo subito!"
Denn die Alternative, um heilig zu werden, nämlich als Märtyrer zu sterben, würde er gern nur im Notfall ausreizen. Und wenn alles nichts hilft, dann spricht er sich eben selber heilig. So schwer kann das nicht sein. Das haben schon so viele geschafft, obwohl sie bereits tot waren.
DER HEILGE PUNTIGAM
Das neue Soloprogramm des Pater Ralph der Kabarettszene!
Ein Black Friday der guten Laune, eine Engtanzrunde der gepflegten Unterhaltung!!
Kommen Sie, bevor er heiliggesprochen wird und Sie sich seine Reliquien nicht mehr leisten können!!!
Zur Website von Martin!
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Das neue Soloprogramm des überregional bekannten People Pleasers!
Vor 100 Jahren ist der erste Heilige Puntigam gestorben. Höchste Zeit für einen neuen! Und Martin Puntigam, kabarettistischer High-Potential, First Mover und einer der frommsten Atheisten des Landes, ist bereit, das Kreuz auf sich zu nehmen. Für uns alle.
Denn heilig wird man nicht einfach so. Da muss vieles passen. Da reicht es nicht, wenn man wen kennt im Ministerium oder im Ordinariat. Oder weiß, wo man immer einen Parkplatz findet. Auch am Sonntagabend!
Aber Sie können helfen: indem Sie sein neues Super-Solo besuchen, am besten mehrmals und in Begleitung. Das ist am einfachsten. Und nicht nur für ihn, sondern vor allem zu ihm beten, wenn Gram und Schmerz Sie drücken. Denn um heiliggesprochen zu werden, muss man mindestens ein Wunder nachweisen! (Was an sich schon ein Wunder wäre, gelänge sowas! ;-))
Also helfen Sie mit, rufen Sie ihn an in Ihren dunklen Stunden, erflehen Sie Heilung durch ihn von Siechtum und Pein! Damit es möglichst bald heißt: "Santo subito!"
Denn die Alternative, um heilig zu werden, nämlich als Märtyrer zu sterben, würde er gern nur im Notfall ausreizen. Und wenn alles nichts hilft, dann spricht er sich eben selber heilig. So schwer kann das nicht sein. Das haben schon so viele geschafft, obwohl sie bereits tot waren.
DER HEILGE PUNTIGAM
Das neue Soloprogramm des Pater Ralph der Kabarettszene!
Ein Black Friday der guten Laune, eine Engtanzrunde der gepflegten Unterhaltung!!
Kommen Sie, bevor er heiliggesprochen wird und Sie sich seine Reliquien nicht mehr leisten können!!!
Zur Website von Martin!
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Herrschaftszeiten! Der Berni Wagner wieder. Macht wieder Slapstick mit Sprache. Verbales Jiu-Jitsu. Feine Klinge und so weiter, sowieso - aber alles nur Selbstverteidigung versteht sich. Seit ihm gesagt wurde, dass auch in ihm ein Monster schlummert, klammert sich Österreichs beliebtester Zottelfrisurträger mit Zähnen und Klauen an seinen Humor. Nur so kann er seine Angst lang genug bezähmen um sich auf die Suche nach dem Ungeheuer zu machen: Irgendwo da drin muss es doch sein – oder?
Website Berni Wagner
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Seit sieben Jahren sammelt der Wiener Alltagspoet Andreas Rainer Zitate, Situationen und Skurrilitäten aus dem Wiener Alltag. Sein Blick in der Stadt der großen Bühnen richtet sich vor allem auf die kleinen Gassen, Kaffeehäuser, U-Bahnstationen und Supermärkte, in denen sich tagtäglich Komödie und Tragödie die Hand geben. Nach vier Bestsellern tritt er nun erstmals selbst auf die Bühne, um an einem Abend das Unmögliche zu versuchen: einen Leitfaden zu erarbeiten, wie man die lebenswerteste Stadt der Welt überlebt.
Wie kann es sein, dass Wien gleichzeitig die lebenswerteste, aber auch die unfreundlichste Stadt der Welt ist? Wieso haben wir die Muße, den ganzen Tag im Kaffeehaus zu vertrödeln, schreien aber panisch nach einer zweiten Kassa, wenn drei Leute vor uns im Supermarkt anstehen?
Anhand von Bildern und Zitaten aus dem Wiener Alltag wird einen Abend lang das Bild einer Stadt gezeichnet, in der man mit Prunk um sich wirft, während zwanzig Meter weiter bereits die Welt untergeht.
Für Wiener*innen und alle, die es noch werden wollen. Manchmal steht nur ein Spritzer zwischen Rettung und Weltuntergang.
Wiener Alltagspoeten auf instagram
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Suse Lichtenberger beobachtet Menschen. Und wenn die beobachteten Menschen besonders beobachtungswürdig sind, beobachtet sie sie umgehender. Sie geht dann um sie herum, mehrmals.
Und dann dichtet sie ihnen Geschichten in die Figur: die der jungen Erbin, des Yogalehrer auf der Suche nach innerer Klarheit und der leidenschaftlich gewissenhaften Selbstoptimiererin. Fein gesponnene Geschichten voller Abgründe, Groß- und Kleingeistigkeiten und Herzenswärme, erzählt mit dem Verständnis für den Wunsch der Figuren, alles richtig machen zu wollen, dazugehören und dabei ganz authentisch sein zu wollen.
Wenn es gut läuft, erkennt man sich in den Geschichten wieder. Und wenn´s richtig gut läuft, lacht man nicht nur über die anderen, sondern auch über sich selbst.
Nach ihrem autobiografischen ersten Programm schlüpft Suse Lichtenberger in STEREO in verschiedene Figuren, deren Themen, Sorgen und Lebensentwürfe aber in Wahrheit auch wieder auf sie zurückfallen. Klanglich alles picobello in Stereo, also mit mindestens zwei Schalkquellen.
Konzept/Text: Suse Lichtenberger
Regie und Musik: Imre LB
Zur Website von Suse!
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Sebastian war schon immer ein Einzelgänger.
Weniger ein einsamer Wolf als ein scheuer Fuchs, der sich am Rande der Großstadt angesiedelt und an die Umgebung und Nähe zum Menschen angepasst hat. Vorwiegend nachtaktiv, zieht er sich tagsüber in seinen Bau zurück.
Zu seinen Artgenossen, den Männern, pflegt er ein überwiegend distanziertes Verhältnis.
Über deren Verhalten er mal überrascht, in letzter Zeit jedoch immer öfter schockiert ist.
Vielleicht war er nicht wachsam genug, viel wahrscheinlicher aber wollte er die Abgründe einfach nicht sehen.
Ist die Welt tatsächlich so aus den Fugen geraten oder spielt ihm sein Gehirn einfach einen unfassbar langen und gemeinen Streich? Schon faszinierend, wie sehr uns unser eigenes Gehirn täuschen kann.
Aber wer denkt sich das eigentlich? Das Gehirn des Verfassers dieser Zeilen. Dieses narzisstische Stück Fleisch.
Sebastian Hochwallner wird Ihnen an diesem Abend keine Streiche spielen, aber Sie vielleicht manchmal in die Irre führen.Viel lieber spielt er Ihnen was vor: sein Programm.
Antonia Stabinger betritt – allen Warnungen zum Trotz – das dünne Eis. Mit Freude hört sie es knacken und schlittert mit vollem Körpereinsatz über die aktuelle Weltlage. Statt in eine warme Jacke schlüpft sie dabei wieder in zahlreiche Rollen – darunter natürlich auch ihr beliebtes sprechendes Genital, Clit/Doris.
Mit scharfem Witz, surrealen Intermezzi und Musik nimmt sie das Publikum mit auf einen entspannten Spaziergang auf dem schmalen Grat. Dabei erzählt sie vom Scheitern als Strategie, über die absurdesten Wege zur Macht bis hin zur Frage, ob es eine gute Idee ist, Männer zu koperien, um nach oben zu kommen. Dabei sollten doch alle kommen! Zwischen Machtwahn und Selbstzweifel fragt sie sich: Auch wenn ein Eisberg uns nicht mehr zum Kentern bringt: Was trägt uns noch?
Antonia Stabinger beweist einmal mehr ihre Qualität als scharfsinnige, sympathische Beobachterin unserer Zeit, deren Figuren so witzig wie entlarvend sind. Ein Abend, der Lust macht, selbst Risiko einzugehen – und hemmungslos zu lachen, bevor das Eis bricht.
„Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum!“ So sagt man. Aber was ist eigentlich der Unterschied? Träumen wir nicht alle, während wir leben? Und leben, während wir träumen?
Rudi Schöller ist bekannt aus der ORF-Sendung „Pension Schöller“ und dem gleichnamigen Podcast. In seinem Programm, das irgendwo zwischen Traum und Wirklichkeit schwebt, nimmt er sein Publikum mit auf eine Reise.
Über Künstliche Intelligenz und die Generation Z, das Älterwerden und neue Rollenbilder, Stadt und Land, soziale Medien und Spiritualität, den Alltag in einer Patchworkfamilie und die kleinen Geschichten, die nur das Leben schreiben kann.
Und manchmal eben auch ein Traum.
>>> Website Rudi Schöller
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Didi Sommer wurde im Winter als Dietmar Sommer geboren, ist im Mühlviertel aufgewachsen, lebt und arbeitet aber schon mehr als die Hälfte seines Lebens in Wien.
Dort pflegt er seine Mundart, in der er nicht nur spricht, sondern auch schreibt – und zwar alles: seine E-Mails, seine SMS und WhatsApp und natürlich auch seine Geschichten.
Nomen est Omen – sein Name ist Programm, denn "Diet" bedeutet "Volk" und "mar" heißt "sagenhaft", er ist somit ein Geschichtenerzähler aus dem Volk. Man lauscht gerne und gespannt seinen pointierten Lebens-Geschichten, in denen man sich als Mensch wiederfindet.
Die schönsten Geschichten schreibt eben das Leben und Didi Sommer bringt sie unters Volk. Aber bitte Diet nicht mit Diät verwechseln, denn mit Diäten wurde er schon als Kind gequält und deswegen liebt er heute das Essen umso mehr.
Regie: Nadja Maleh
Antonia Stabinger betritt – allen Warnungen zum Trotz – das dünne Eis. Mit Freude hört sie es knacken und schlittert mit vollem Körpereinsatz über die aktuelle Weltlage. Statt in eine warme Jacke schlüpft sie dabei wieder in zahlreiche Rollen – darunter natürlich auch ihr beliebtes sprechendes Genital, Clit/Doris.
Mit scharfem Witz, surrealen Intermezzi und Musik nimmt sie das Publikum mit auf einen entspannten Spaziergang auf dem schmalen Grat. Dabei erzählt sie vom Scheitern als Strategie, über die absurdesten Wege zur Macht bis hin zur Frage, ob es eine gute Idee ist, Männer zu koperien, um nach oben zu kommen. Dabei sollten doch alle kommen! Zwischen Machtwahn und Selbstzweifel fragt sie sich: Auch wenn ein Eisberg uns nicht mehr zum Kentern bringt: Was trägt uns noch?
Antonia Stabinger beweist einmal mehr ihre Qualität als scharfsinnige, sympathische Beobachterin unserer Zeit, deren Figuren so witzig wie entlarvend sind. Ein Abend, der Lust macht, selbst Risiko einzugehen – und hemmungslos zu lachen, bevor das Eis bricht.
Zu viele Krisen gleichzeitig, zu viele Superschurken, zu viele grindige Digitaleffekte, zu wenige positive Identifikationsfiguren: Wäre die Gegenwart ein Film, hätte der ein Drehbuchproblem.
Man hätte gerne so was wie eine Fernbedienung, eine, mit der man auf einen anderen, besseren wechseln könnte.
Aber immerhin: Zumindest fad ist der Film, der grad läuft, echt nicht. Und man kann ja immer auf ein Happy End hoffen. Und Lachen, heißt‘s ja, hilft.
Website von Thomas Maurer
ERSTER AUFZUG
Telefonat; Blonder Engel auf der Couch im Salon seiner Finca liegend, das Smartphone auf Lautsprecher; sein Booker mit Headset am Ohr in seinem Büro auf und ab gehend und dabei wild gestikulierend.
ERSTER AUFTRITT
Angel. Booker.
B o o k e r (aufbrausend, beinahe schreiend). Oida weil man so einen schas Programmtitel einfach nicht bringen kann!
A n g e l (schelmisch grinsend). Warum denn nicht? Er beschreibt doch super, was ich mache und was mein Publikum an einem Abend beim Angel erwartet, oder!?
B o o k e r (sich beruhigend und mit Daumen, Zeige und Mittelfinger die Stelle zwischen seinen Augenbrauen massierend). Schau, ich versteh das ja alles mit künstlerischer Weiterentwicklung und so und dass du deine, ich sag jetzt mal, „melancholischeren“ Songs auch auf die Bühne bringst. Ich weiß auch, dass dir sehr an diesem Spagat aus „lustig und ernst“ gelegen ist und ich hab dir auch schon gesagt, dass ich finde, dass du ihn bravourös bewältigst: deine Fans lieben die feinfühlige Seite von ihrem funny Angel. Und auch dein neues Album, das im Herbst erscheint, ist ein Wahnsinn und die Krönung dieser Entwicklung, best of both worlds quasi. Aber „Lieder, die lustig sind und manchmal ein bisserl traurig, aber das ist okay“... (hält inne.) Bist du noch da?
A n g e l. Jaja. Sicher. Ich weiß nur nicht, was ich sagen soll. Ich find den Titel super.
B o o k e r. (seufzt.) Er ist zu lang. Zu sperrig. Da deuten mir ja die Veranstalter allesamt den Vogel. Und überhaupt: der wird sowieso in jeder Zeitung mit „Lieder, die...“ oder so abgekürzt werden. Die Spalten in den Veranstaltungskalendern sind doch viel zu schmal für so einen Tit...
A n g e l (aufbrausend). He Oida! Du liegst mir jeden zweiten Tag damit im Ohr, dass ich TikTok-Videos machen und den ganzen Social Media-Schas fahren soll und jetzt kommst du mir mit Spaltenbreite in Zeitungen. Was ist denn jetzt mit digitalem Zeitalter?
B o o k e r (aufbrausend). In dem ist der Titel auch zu lang. Grad in dem! (schnaubt.) Sag den Schas einmal in einem Reel. Gehen gleich zehn Sekunden drauf dafür und wenn du die Leute aber nicht in den ersten drei Seku...
A n g e l (sich erzürnt in Rage schreiend und wild gestikulierend). Ich schreibe Lieder für Menschen, die Zeit haben, und keine playlistkompatiblen Soundflächen fürs Hochkantvideodestillat! Bühne detto! Ich spiele für ein Publikum, keinen Algorithmus! Für Menschen, die neugierig sind auf mich und meine Kunst, meine Lieder und ihre Geschichten. Für Menschen, die sich darauf einlassen wollen und sich eben dafür Zeit nehmen.
B o o k e r (aufbrausend sarkastisch). Ja super! Dann hast du eh den perfekten Programmtitel gefunden. Weil für den muss man sich viel Zeit nehmen. (rollt mit den Augen.)
A n g e l (triumphierend). Sag ich doch.
B o o k e r (schüttelt resignierend den Kopf.) Du machst doch eh, was du willst. Schreib mir halt bitte kein Dramolett als Pressetext.
Website Blonder Engel
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Eine humorvolle Reise durch seine Erfahrungen als arabischstämmiger, katholisch aufgewachsener und sehr homosexueller Mann.
Auf unterhaltsame Weise teilt er seine Erlebnisse und Herausforderungen sich in der österreichischen Gesellschaft zu integrieren.
Sein Humor entführt das Publikum in seine Familienwelt und beleuchtet mit scharfsinnigem Witz die kulturellen und sozialen Eigenheiten seines Lebens. Dabei erhebt er nie den Anspruch, sich selbst als witzig zu bezeichnen – das überlässt er seinem Publikum.
„Habibi macht Spaß und hat Spaß“ - Grazer Kleinkunstvogel 2025 - Publikumspreis
Gewinner Kabarett Talente Show 2025
Sebastian Humi, ein gebürtiger Araber, der in Oberösterreich aufgewachsen ist und in Linz, Salzburg und Graz gelebt hat, bringt seine einzigartige Perspektive auf die Comedy-Bühnen Wiens. Jetzt wohnhaft in der österreichischen Hauptstadt, hostet er die Show „Queer Comedy Boom", mit der er queer-feministische Kunst fördert Sebastians Comedy-Set „Arabisch - Katholisch - Schwul: das zerissene Kind" ist eine humorvolle Reise durch seine Erfahrungen als arabischstämmiger, katholisch aufgewachsener und sehr homosexueller Mann.
Geboren 1990, teilt er auf unterhaltsame Weise seine Erlebnisse und Herausforderungen, sich in der österreichischen Gesellschaft zu integrieren. Sein Humor entführt das Publikum in seine Familienwelt und beleuchtet mit scharfsinnigem Witz die kulturellen und sozialen Eigenheiten seines Lebens. Dabei erhebt er nie den Anspruch, sich selbst als witzig zu bezeichnen – das überlässt er seinem Publikum.
Bananz ist alles andere als geschniegelt. Seine selbsternannten ramponierten Lieder sind Mini-Filme für die Ohren: schräg, detailverliebt und mit überraschend viel Tiefgang. In seinen Songs bevölkern skurrile Gestalten merkwürdige Schauplätze, die einem trotzdem verdächtig bekannt vorkommen. Kopfkino garantiert.
Zwischen den Liedern erzählt Bananz Geschichten, die hängen bleiben, neugierig machen und gern mal in eine ganz andere Richtung abbiegen, als man erwartet. Moralkeule oder Liedermacher-Pathos? Fehlanzeige. Bananz interessiert sich für die Nebensachen, für das Übersehene – und genau dort blitzen plötzlich die wirklich klugen Gedanken auf.
Sein Programm bewegt sich spielerisch zwischen Konzert, Kabarett und gedanklicher Abenteuerreise. Eigenwillig, unbequem, witzig.Bananz ist Kopfkino!
Pressestimmen:
...nach nicht einmal zwei Takten fragt man sich, mit und ohne hinschauen: Seit wann singt denn der Tom Waits auf Österreichisch?...
Franz J. Sauer – Wiener
...räudiger Strizzisoul wie von Percy Sledge mit Restfett’n geheult, aber auch Balkan Country and Western...
Fritz Ostermayer - FM4
...seine bluesig-raue Stimme klingt nach Tom Waits aus dem Mühlviertel... Weinerliche Stimmung kommt nie auf, was auch an der feurigen Band liegt... Naturgenie oder hart abgerungene Kunst, egal, Philosophen im Saustall ist ein furioses Album...
Sebastian Fasthuber – Falter
...der Musiker und Liederschreiber mit einer Stimme, die zwischen Dreck und Dringlichkeit ein höchst feinfühliges Wesen erkennen lässt...ein
echtes Original...
Reinhold Gruber - OÖ Nachrichten
...Bänkelgesang, Bob-Dylan Gitarre, stilistisch irgendwo zwischen Chanson, Soul und Rockballade irrlichternd, das ist diese Musik...kein Bass und drei Bläser, das klingt grossartig...
Samir Köck - die Presse
...(die) songs handeln von Verlierern, Versagern, Entwurzelten, Zweiflern, Trutscherln und Selbstüberschätzern. Damit irgendwie ein wenig von uns
allen.... Ein erfrischend ungewöhnlich, philosophisch skurriles Projekt....
Dietmar Hoscher – Concerto
Website Bananz
Höchste Eisenbahn! Ein neues Kabarettprogramm muss her. Eine neue Wohnung. Eine neue Stadt? Oder doch aufs Land? Kindergarten, Karriere, Kundenkonto? Oder als Gast fortfahren? Und wenn ja, wohin?
Chrissi Buchmasser steht unter Zugzwang, und mitten in der Rushhour ihres Lebens. Prioritäten gehören gesetzt, Entscheidungen getroffen, und die Weichen für die Zukunft gestellt. Und das jetzt. Denn sie weiß: Irgendwann ist für uns alle der Zug abgefahren.
Nach ihrem preisgekrönten Debüt Braves Kind treffen wir Chrissi Buchmasser in ihrem zweiten Programm auf dem sinnbildlichen Bahnsteig des Lebens. Mit scharfsinnigen Einordnungen und erfrischendem Humor reist sie mit uns in die Welt der Entscheidungen. Und das mit voller Fahrt.
Ein Programm für alle, die das Leben gerne in vollen Zügen genießen.
Wie überlebt man Sperrmüll-Dates mit der Ehefrau, spontanen Kontrollbesuch vom Jugendamt und einen Nachbarn, der besser nagelt als man selbst?
In „Herzklopfen“ erzählt Stefan Leonhardsberger von der täglichen Herausforderung, als Partner, Heimwerker und Familienoberhaupt zu bestehen.
Zwischen Meniskus-OPs, Grillabenden mit Profi-Besserwissern und heimlichen Haschkeksen fragt er sich: Bin ich mit 40 noch cool oder schon wie mein eigener Vater? Heraus kommt ein Abend voller Gags, Gesang und intimer Geständnisse – witzig, unverschämt und mitten ins Herz.
>>> Website Stefan Leonhardsberger
weitere Termine
Wie überlebt man Sperrmüll-Dates mit der Ehefrau, spontanen Kontrollbesuch vom Jugendamt und einen Nachbarn, der besser nagelt als man selbst?
In „Herzklopfen“ erzählt Stefan Leonhardsberger von der täglichen Herausforderung, als Partner, Heimwerker und Familienoberhaupt zu bestehen.
Zwischen Meniskus-OPs, Grillabenden mit Profi-Besserwissern und heimlichen Haschkeksen fragt er sich: Bin ich mit 40 noch cool oder schon wie mein eigener Vater? Heraus kommt ein Abend voller Gags, Gesang und intimer Geständnisse – witzig, unverschämt und mitten ins Herz.
>>> Website Stefan Leonhardsberger
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Ein Abend zwischen Herkunft, Humor und Heimat
In diesem Debüt Programm, das mit dem Österreichischen Kabarettförderpreis 2025 ausgezeichnet wurde, nimmt Der Kuseng dich mit auf eine Reise durch seine Biografie. Aufgewachsen im Spannungsfeld zwischen Kulturen, Identitäten und Erwartungen verwandelt er persönliche Erfahrungen in universelle Geschichten und öffnet Türen zu überraschenden Blickwinkeln.
Der Abend entwickelt sich zu einem bunten Wechselspiel aus schauspielerischem Talent, erfrischendem Humor und neuen Perspektiven. Mit Wortwitz, scharfer Selbstironie und wandelbaren Rollen mischt er Alltagsrealitäten mit Sprache, Klasse, Komik und gesellschaftlichem Miteinander. Mal laut, mal leise aber immer lustig.
Ein Abend, der zeigt, dass Verbindung nicht durch Gleichheit entsteht, sondern durch den Mut Unterschieden einen Raum zu geben. Dieses Kabarett ist so ein Raum, der auf dich wartet."
Österreichischer Kabarettförderpreis 2025
>>> Website Der Kuseng
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Musiker Christoph Jarmer und Autor Thomas Hofer haben in der Liebe zur gesprochenen Sprache zueinandergefunden. Einer schreibt, der andere komponiert und singt – die Ergebnisse reichen von sentimental-melancholisch bis brachial-makaber und decken ein breites Spektrum dialektaler Liedkunst ab.
Immer dabei: ein spürbarer Bezug zu burgenländischen Lebenswelten. Jarmer besingt die festen Deppen und den unbändigen Gusto genauso wie den Michael-Jackson-Spiegel und den Dauerbrüller Tarzan.
Weitere Titel wie der launige „Einkaufswagl-Blues“ und der angezwiderte Gassenhauer „Dir wiari gebm“ versprechen einen bisweilen heftigen, aber stets unterhaltsamen Liederabend!
Live wird Jarmer von Florian Holoubek (Wanda, Tim Neuhaus, Blue Man Group, Annett Lousian) begleitet.
Website von Christoph
Romeo muss heim, von Wien nach Oberösterreich. Die Oma liegt im Sterben. Wieder mal. Die Reise in sein Heimatdorf ist für Romeo auch eine Zeitreise zurück in seine eigene Kindheit und Jugend. Er trifft seine alte Jugendliebe wieder, die er damals in der Schulzeit leider nicht küssen durfte. Ihre Familie hatte es verboten. Ein bissl deswegen, weil Romeo die falsche Hautfarbe hatte. Hauptsächlich aber, weil er zu wenig Hektar hatte (Anm.: Null).
Romeo besucht daheim im Dorf ein Zeltfest, auf dem immer noch die gleiche Band wie vor 15 Jahren spielt, und wo ihn immer noch die selben Nazis wie vor 15 Jahren verprügeln wollen. Herrlich ist das, wenn manche Dinge im Leben einfach immer gleich bleiben.
Umgeben von Grillhendl-Duft und leicht betrunken von einer ganzen Schachtel Jägermeister wird Romeo nostalgisch. Soll er am Ende gar nicht mehr zurück nach Wien, wo die Menschen zwar liberaler - aber leider auch fader sind? Ist doch das Dorf hier seine wahre Heimat? Was ist denn Heimat überhaupt? Kann man auf sein Vaterland stolz sein, wenn man seinen eigenen Vater nicht kennt?
In seinem zweiten Kabarett-Programm „HEIMWEH“ spricht Romeo Kaltenbrunner über sein Aufwachsen am Land, und wie es ist, wenn man fremder aussieht, als es der eigene Familienname und der Dialekt vermuten lassen.
Website Romeo Kaltenbrunner
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Romeo muss heim, von Wien nach Oberösterreich. Die Oma liegt im Sterben. Wieder mal. Die Reise in sein Heimatdorf ist für Romeo auch eine Zeitreise zurück in seine eigene Kindheit und Jugend. Er trifft seine alte Jugendliebe wieder, die er damals in der Schulzeit leider nicht küssen durfte. Ihre Familie hatte es verboten. Ein bissl deswegen, weil Romeo die falsche Hautfarbe hatte. Hauptsächlich aber, weil er zu wenig Hektar hatte (Anm.: Null).
Romeo besucht daheim im Dorf ein Zeltfest, auf dem immer noch die gleiche Band wie vor 15 Jahren spielt, und wo ihn immer noch die selben Nazis wie vor 15 Jahren verprügeln wollen. Herrlich ist das, wenn manche Dinge im Leben einfach immer gleich bleiben.
Umgeben von Grillhendl-Duft und leicht betrunken von einer ganzen Schachtel Jägermeister wird Romeo nostalgisch. Soll er am Ende gar nicht mehr zurück nach Wien, wo die Menschen zwar liberaler - aber leider auch fader sind? Ist doch das Dorf hier seine wahre Heimat? Was ist denn Heimat überhaupt? Kann man auf sein Vaterland stolz sein, wenn man seinen eigenen Vater nicht kennt?
In seinem zweiten Kabarett-Programm „HEIMWEH“ spricht Romeo Kaltenbrunner über sein Aufwachsen am Land, und wie es ist, wenn man fremder aussieht, als es der eigene Familienname und der Dialekt vermuten lassen.
Website Romeo Kaltenbrunner
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Es gibt so viele Gipfel in diesem Land - und die Rede ist hier nicht nur von Bergen: der höchste Schaukelstuhl der Welt, die größte begehbare Weinflasche der Südsteiermark, die schnellste Sommerrodelbahn diesseits der Donau. Superlative, wo man hinschaut – und sie alle wollen
bestiegen, erklommen, bewältigt, bezwungen werden.
In einer Welt, die alles und jeden in Gewinner und Verlierer einteilt, muss jede Kleinstadt das größte Irgendwas haben und jeder Mensch über sich hinauswachsen. Doch wenn Stärke nur noch Selbstzweck ist, ist dann nicht jeder Gipfel gleichzeitig ein Tiefpunkt?
Sonja Pikart beobachtet, wie „starke“ Männer sich in ihrem Machthunger den Planeten einverleiben. Wie High-Performer im Gym ihre Herzen trainieren – nicht, um besser zu lieben, sondern um schneller wegzurennen. Dabei entdeckt sie Poesie in Zeiten der Schwäche. Umringt
von einer Armee aus Kernfamilien, die glaubt, das Spiel des Lebens gewonnen zu haben, findet sie Romantik in Freundschaften.
Und als man ihr im schwächsten Moment ihres Lebens entgegenschreit: „Du bist so stark!“, bastelt sie sich eine Actionfigur von sich selbst und realisiert: jetzt ist die Zeit, sich unsterblich
zu fühlen!
Ein Programm über Helden und solche, die es nie waren.
zu Sonjas Website
In der Früh fängt es manchmal an, dass der Himmel ohne Vorwarnung auf dich herunterstürzt. Die Frau hat zu wenig oder zu viel geschlafen. Sie redet drauflos. Unter einer Lawine aus Wörtern wirst du verschüttet. Da hast du noch keinen Schluck Kaffee getrunken.
Du bist froh, dass die Erdanziehungskraft funktioniert und warst gerade dabei, deine Finger zu zählen. Schlimm an der Situation ist die hohe Geschwindigkeit, mit der die Wörter gesprochen werden. Schlimm ist das Gerenne der Mitmenschen in den Straßen, das Rasen der Traktoren über die Felder, die Hochgeschwindigkeit, mit der die Nachrichten und Katastrophen blitzen und donnern. Es ist einige Jahre her, dass der Egers einmal in einer Küche gearbeitet hat. Die Küchenchefin hat in kurzer Zeit dreihundert Mal zu ihm gesagt, dass er sich beeilen soll.
Der Egers hat es versucht. Aber es ging nicht schneller. Der Egers ist langsam. Er schneidet Zwiebeln langsam, denkt langsam und spricht meistens nicht besonders schnell. In dieser Langsamkeit hat er auch das neue Programm geschrieben. Das hat sehr lange gedauert. Buchstabe um Buchstabe, Wort um Wort. Satz um Satz. Mit einer trägen Wucht stemmt sich der Kabarettist darin gegen die Schnelligkeit der Welt. Der ganze Abend feiert die Langsamkeit und deswegen werden auch die Geschichten nicht in erhöhtem Tempo vorgetragen. Aber Sie brauchen sich als Zuschauer keine Sorgen zu machen, dass Sie wegen der geringen Geschwindigkeit vielleicht müde werden. Weil es gut sein kann, dass der Egers einmal eine Wut bekommt. Er regt sich ja oft einmal auf wegen Allem und Nichts. Und da wachen Sie dann schon wieder auf.
Zur Website von Matthias
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Ein Abend über Freundschaft und die Kunst, sich selbst im Weg zu stehen
In seinem zweiten Programm nimmt Peter Panierer sein Publikum mit auf eine Reisedurch die eigenen Wendepunkte – vom Aufwachsen im Arbeiterbezirk über den Ausstieg aus dem Lehrerberuf bis hin zu den Tücken des eigenen Erscheinungsbilds. Es sind Geschichten von gewollten Neuanfängen und Beobachtungen eines Erwachsenen, der immer noch versucht das Leben zu verstehen, erzählt mit Wiener Straßenwitz und einer gehörigen Portion Selbstironie. Ob der Lachanfall, der ihn ausgerechnet während der Trauung eines guten Freundes überkommt, betrunkene Anrufe bei der Polizei oder die verzweifelte Toilettensuche im ersten Griechenlandurlaub – Panierer lässt das Publikum direkt an seinen Erfahrungenteilhaben. Er regt sich über Systeme und eine Politik auf, die sich erstaunlich treffsicherselbst im Weg steht. Doch zwischen all dem Wahnsinn stellt er auch die Frage, was im Leben wirklich zählt – und kommt zur einfachen Erkenntnis: Es sind die eigenen Freunde, die einen durch die absurdesten Situationen tragen und einem hinterher nie erlauben, sie zu vergessen.
„STREUGUT" ist Comedy, die direkt aus dem Leben kommt, und Kabarett, das Tempound Pointen liebt – ein Abend voller Geschichten, die nachwirken, auch weil siemanchmal unbequem ehrlich sind – und immer mit der Einladung zumWiedererkennen.
Über Peter Panierer: Das Schaffen des Peter Panierer ist schwer überschaubar und, so wie die Kunstfigur ansich, im stetigen Wandel. Im Brotberuf war Mathias Hofbauer Kulturmanager und Volksschullehrer in Wien.Wo die Grenzen zwischen ihm und seinem Alter Ego Peter Panierer verlaufen, kann er selbst längst nicht mehr nachvollziehen. Gemeinsam pendeln sie zwischen Kabarett, Stand Up, Moderation, Schauspiel, Eventmanagement sowie Engagements als Autor und Sprecher. Zudem war er jahrelang Mitveranstalter der Eventreihe „Rapper lesenRapper“, aktuell moderiert er zudem das erste Floridsdorfer Pubquiz “Quiz21”.
Sein erstes Kabarett Programm INTRO feierte im Dezember 2023 Premiere in Wien.
Auszeichnungen:
2017 Ö1 Hörspielwettbewerb „Track5“ (Publikumspreis)
2023 Grazer Kleinkunstvogel (Jurypreis)
2024 Freistädter Frischling (Jurypreis)
2025 Ennser Kleinkunstkartoffel (Publikumspreis)
>>> Website Peter Panierer
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