Suse Lichtenberger beobachtet Menschen. Und wenn die beobachteten Menschen besonders beobachtungswürdig sind, beobachtet sie sie umgehender. Sie geht dann um sie herum,
mehrmals. Und dann dichtet sie ihnen Geschichten in die Figur: die der jungen Erbin, des Yogalehrer auf der Suche nach innerer Klarheit und der leidenschaftlich gewissenhaften Selbstoptimiererin.
Fein gesponnene Geschichten voller Abgründe, Groß- und Kleingeistigkeiten und Herzenswärme, erzählt mit dem Verständnis für den Wunsch der Figuren, alles richtig machen zu wollen, dazugehören und dabei ganz authentisch sein zu wollen. Wenn es gut läuft, erkennt man sich in den Geschichten wieder. Und wenn´s richtig gut läuft, lacht man nicht nur über die anderen, sondern auch über sich selbst.
Nach ihrem autobiografischen ersten Programm schlüpft Suse Lichtenberger in STEREO in verschiedene Figuren, deren Themen, Sorgen und Lebensentwürfe aber in Wahrheit auch wieder
auf sie zurückfallen. Klanglich alles picobello in Stereo, also mit mindestens zwei Schalkquellen.
Konzept/Text: Suse Lichtenberger
Regie und Musik: Imre LB